Urbanismus

Das Hochhaus und der Wind

Einsprache: Gegen den Wohnturm, der Ausgangs Taubenlochschlucht gebaut werden soll, regt sich Widerstand. 19 Stockwerke hoch soll er werden. Die Profile ragen schon seit Monaten satte 55 Meter in die Höhe. AnwohnerInnen haben nun eine Kollektiveinsprache lanciert. Sie kann noch bis am 17. Juni unterzeichnet werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der „Tubelöchler“-Wind.

Am Ausgang der Taubenlochschlucht in Biel (respektive am Eingang von unten her gesehen) soll eine Überbauung mit einem Wohnturm und einem niedrigeren Hotel realisiert werden, die es in sich hat. Das geplante Hochhaus wäre mit seinen 55 Metern nach jenem bei der Champagne das zweithöchste Gebäude in Biel. 69 Wohnungen auf 19 Stockwerken plant die Projektentwicklerin und Totalunternehmerin Priora AG Generalunternehmung. 

Ein Hochaus ist an sich nichts schlechtes, aus dem Blickwinkel des verdichteten Bauens gar zu begrüssen.

Ein derartiges Riesending  – an einem Ort notabene, der für viele Bielerinnen und Bieler der Zugang zu einem besonderen Naturerlebnis schlechthin ist – allerdings wie die Faust aufs Auge.

Darum formiert sich nun auch gegen dieses Bauvorhaben seit der Publikation des Baugesuches Nr. 24’263 im Amtsanzeiger vom 22. Mai 2019 Widerstand. In diversen Geschäften liegt eine Kollektiveinpsrache auf, die zwei Anwohnerinnen lanciert haben. Sie wehren sich einerseits gegen die Höhe des Wohnturms, der auf 6 resp. 7 Stockwerke zu reduzieren sei, ansonsten müsse die Zonenplanänderung angepasst und dem Bieler Stimmvolk zur Abstimmung vorgelegt werden. Ausserdem bringen sie den Taubenlöchler-Wind ins Spiel, ein feucht-kalter Wind der täglich zu bestimmten Zeiten aus der Schlucht weht und bekanntlich die Luft über Biel immer wieder auffrischt. „Ein 55m hohes Gebäude direkt am Ausgang der Schlucht wird den Windfluss stauen und wahrscheinlich rechts und links umleiten und eventuell sogar über das Gebäude“, schreiben die Einsprecherinnen und befürchten Auswirkungen auf die Lufthygiene. 

Die ganze Einsprache hier als PDF

Sie kann noch bis am Montag 17. Juni 2019 mitunterzeichnet und dann zurückgeschickt werden. Hier zum downloaden und ausdrucken der Unterschriftenbogen zur Kollektiveinsprache.