Le 7 mars 2021, nous voterons sur l’accord de libre-échange (ALE) avec l’Indonésie, qui pour la première fois comprend des chapitres sur la durabilité des normes environnementales et sociales. Cependant, une alliance référendaire de plus de 50 organisations critique l’absence de mécanismes de contrôles efficaces, de sanctions contraignantes et d’une juridiction. C’est pourquoi nous rejetons cet accord de libre-échange – qui promet la durabilité mais cimente une politique qui nuit aux personnes et à l’environnement. Le libre-échange augmente la consommation d’huile de palme Chaque année, les forêts et les tourbières d’Indonésie sont ravagées par des incendies parce que la culture sur brûlis est le moyen le moins cher de faire de la place pour de nouvelles plantations de palmiers à huile. En 2019, 300 000 hectares de paysage naturel ont ainsi été détruits, soit une superficie supérieure à celle du canton du Tessin. Cela fait de l’Indonésie l’un des plus
Read moreAuteur/autrice : Mathias Stalder
Ein Label fürs Seeland
Es herrscht Wildwuchs bei den regionalen Labels der Gross- und Kleinverteiler mit zum Teil happigen Aufpreisen ohne eigentliche Mehrleistung bei der Nachhaltigkeit und dem Tierwohl. «Genève Région – Terre Avenir» macht es seit 2004 erfolgreich vor. Über 360 Betriebe sind in Genf dabei und vermarkten über 500 Produkte. Die Prinzipien sind einfach: Qualität (u.a. gentechfrei), Nähe, Transparenz und Fairness (faire Arbeitsbedingungen). Das Label «Ambassadeur du Terroir genevois» gibt regionalen Produkten in der Gastronomie den Vorzug. Das Label fördert die Wettbewerbsfähigkeit, die Wertschöpfung sowie die Innovation in der Region. Warum nicht ein solches Label für das Seeland und den Berner Jura? Mit geschärften Kriterien wie in Genf, bezüglich Ökologie, Tierwohl und Biodiversität. Etliche Qualitätslabels in Deutschland machen es vor. Ein solches Labelprojekt möchte der Ernährungsrat Biel im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) bis zum Sommer 2019 einreichen. Lesetipp: Traumpaar Biodiversität und Regionalvermarktung – Praxisleitfaden für Regionalinitiativen: Biodiversität als Element neuer Produktions-
Read moreCharta des Ernährungsrats Region Biel
Gutes Essen für alle! Wir wollen in der Region Biel eine umweltfreundliche und klimaschonende Versorgung mit gesunden Lebensmitteln zu gerechten Preisen, welche den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt fördert und stärkt und Arbeitsplätze schafft in einer Wirtschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert. Wir gestalten damit die Entwicklung unserer zweisprachigen Stadt und Region für die kommenden Generationen und leisten einen Beitrag an die Bekämpfung der Armut und die Förderung der Gesundheit. Es gibt viele Möglichkeiten für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung in der Region. Diese wollen wir miteinander, zusammen mit der Zivilgesellschaft, den Behörden und der regionalen Wirtschaft nutzen und selbstbestimmt gestalten. Unsere Tätigkeit betrifft das ganze Ernährungssystem, von den Produzentinnen und Produzenten, über die Verarbeitung und Verteilung bis zum Konsum und der Entsorgung und Wiederverwertung. Die Lebensmittel werden so produziert, verarbeitet, verteilt, konsumiert und entsorgt, dass die regionalen Kreisläufe geschlossen und Wasser, Boden, Luft und Klima geschont werden. Die biologischen Vielfalt,
Read moreDein Erdbeerjoghurt und das Klima
9000 Kilometer1, soviel legen die verschiedenen Einzelteile von Aluminium, über Bakterienkulturen bis Erdbeeren deines Lieblingsjoghurts zurück, bevor es auf deinem Tisch landet, um in weniger als 5 Minuten verputzt zu werden. Auch wenn du andere Geschmacksrichtungen bevorzugst, die Auswirkungen bleiben und sind Ausdruck einer globalisierten und klimaschädlichen Handelswelt. Angesichts der Klimakrise braucht es ganzheitliche und auch radikale Ansätze. Der Klimastreik von Zehntausenden SchülerInnen ist eine Möglichkeit, Forderungen in die Politik zu tragen. Der Ernährungsrat ist eine konkrete Lösung, das ganze Ernährungssystem vom Feld auf den Teller nachhaltig, regional und möglichst klimaschonend auszurichten. Der Transportweg ist nur ein Puzzleteil einer ganzen globalisierten Kette. Die Produktion ist genauso klimaschädlich, wobei Gemüse besser, Fleisch- und Milchprodukte massiv schlechter abschneiden. In der Gesamtheit betrachtet, entfällt knapp ein Drittel der durch den privaten Konsum verursachten Umweltbelastungen in der Schweiz auf die Bereitstellung, Verteilung und Zubereitung von Nahrungsmitteln (Bundesamt für Umwelt, 2011). Damit gehört die Ernährung
Read moreZügig voran!
Unter dem Namen «Ernährungsrat Region Biel»hat sich am 23. August 2018 ein gemeinnütziger Verein gegründet. Das Ziel ist eine nachhaltige Ausrichtung des Ernährungssystems der Stadt Biel vom Acker bis auf den Teller im Einklang mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (Sustainable developement goals). Jetzt gibt es viel zu tun. Der Ernährungsrat ist ein zweisprachiges Bündnis von BürgerInnen und will einem lokalen, umweltfreundlichen und sozial gerechten Ernährungssystem zum Durchbruch verhelfen. Damit hat sich nach Zürich in Biel der zweite Ernährungsrat der Schweiz gegründet. VertreterInnen aus den Bereichen Produktion, Handel, Verarbeitung (inkl. Gastronomie), Verteilung, Verbrauch und Entsorgung sollen in Zukunft eingebunden werden. Zunächst gilt es aber ein Grobkonzept zu erstellen, Vision & Charta zu entwickeln, das Netzwerk zu stärken, einen Strategie- und Massnahmenkatalog zu formulieren sowie die politische Abstützung im Parlament bis zum Herbst 2019 zu erreichen. Aktuell engagieren sich im Ernährungsrat rund 15 Personen aus Parteien und Vertragslandwirtschaften oder als
Read moreDas Ende des Mangels
«Das Wort Steuer ist ein Sklavenwort; in der Polis ist es unbekannt. In einem wirklich freien Staat tun die Bürger alles eigenhändig und nichts mit Geld.» «Gesellschaftsvertrag», Jean-Jacques Rousseau (1762) Das Ende des Mangels Guido Müller, einstiger hochangesehener Bieler Stadtpräsident (1875 – 1963), wollte im Jahre 1933, in der Zeit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit, ein Schwundgeld in Biel einführen. Müller erfragte den Bundesrat, einen örtlich und zeitlich begrenzten Versuch des Freigeldes zu genehmigen. Der Bundesrat erteilte ihm eine Absage. Die Angst: «Biel wäre kurz gesagt, währungspolitisches Ausland». Die Basler Nachrichten vom 4. April 1933 zitierten die Begründung wie folgt: «Denn nach der Bundesverfassung steht das Recht zur Ausgabe von Münzen, Banknoten und andern Geldzeichen ausschliesslich dem Bunde zu, jedoch kann er das Notenausgaberecht durch eine besondere Bank ausüben lassen. Dieses Notenmonopol hat die Schweizerische Nationalbank durch Bundesgesetz inne. Wollte
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