Transition

Tauschforum – la première fois in Biel

Am nächsten Samstag 13. April findet im InfoQuartier in Mett das jährliche Tauschforum Schweiz statt – zum ersten Mal in seiner 17-jährigen Geschichte in Deutsch und Französisch. Die Gastgeber heissen nebst  aktiven Tauschkreis-Mitgliedern auch alle willkommen, die interessiert sind „den Auswüchsen des Kapitalismus etwas entgegenzusetzen“, wie Co-Organisator Rainer Rieder sagt. Hier drei Fragen an ihn.

Vision 2035: Warum findet das Tauschforum heuer in Biel statt? 

Rainer Rieder: Wir wollten nachdem wir bisher nur Deutschschweizer erreichten, mal einen Blick über den Röstigraben werfen, mal schauen, was in der Romandie so in Sachen Tauschkreise läuft. Da hat sich Biel als zweisprachige, lebendige Transition-Town-Stadt angeboten. Einzelne Projekte haben wir nun auch in unser Programm einbezogen, wie time-trade, Terrevision und Repair Café Bienne. Aus Romont im Kanton Fribourg sind Vertreter von VacanSEL dabei, ein sehr interessantes neues Projekt für lokale Ferien ohne Geld.

Wer sollte an euren Anlass am 13. April kommen? 

Jeder und Jede, die sich für das Tauschen interessiert, ist willkommen, nicht nur Leute, die schon in einer Sharing Community involviert sind. Ursprünglich ist das Tauschforum zwar schon vor allem für Mitglieder von Leitungsteams lokaler Tauschkreise gedacht. Aber das haben wir in den letzten Jahren bewusst ausgeweitet.

Warum eigentlich ein solches Forum? 

In erster Linie geht es um den Erfahrungsaustausch unter den verschiedenen Tauschkreisen, die wir an unserem Anlass zusammenbringen. Mindestens ebenso wichtig ist der Aspekt der persönlichen Vernetzung. Manchmal passiert in der Mittagspause mehr als bei den vorbereiteten Präsentationen. 

Kurz gesagt: wir möchten bestehende Tauschkreise fördern, und neuen Initiativen den Start erleichtern, weil sie alle etwas dem Konsumwahn entgegensetzen, der von sich konkurrenzierenden Playern und Produkten von irgendwo her auf der Welt geprägt wird. Ganz wichtig ist bei den Tauschkreisen deshalb nicht bloss das Umgehen von Geld mit einer Komplementärwährung, sondern auch der soziale Aspekt, der persönliche Kontakt mit Leuten, die etwas anbieten.