Mitglied Kernredaktion, Geschäftsführer, Vorstand Verein, Autor Von Berufs wegen Journalist, aber ebenso leidenschaftlich Konfi-, Sauerkraut-, und Vermicelles-Produzent, Papa und Hausmann, Intensiv-Hobby-Gärtner, Quartierladen-Verkäufer, Tomatenfuchs und Pfannkuchenbäcker. C’est la diversité qui fait la musique. Ich brenne für: Früchte aller Art, für Bäume und für Velos, für Saatgutvielfalt, kritischen Journalismus, kleine und grosse Visionen, und für herzhafte Produkte aus lokalen Manufakturen.  
Bieler Perlen Ernährung

Wo auch Krummes eine Chance auf den Kochtopf hat

Im QuartierInfo Mett gibt es nun im Winterhalbjahr wieder einen Bio-Gemüsemarkt der ganz im Zeichen von Foodsave steht. In der Auslage wird nämlich 2. und 3. Klass-Gemüse präsentiert. Entsprechend tief sind die Preise. Menschen mit schmalem Budget sollen so Zugang zu hochwertigem Bio-Gemüse bekommen. Und noch etwas ist Speziell: das Ganze läuft auf Selbstbedienung. 4 Fragen an Nuria Heusser vom Projektteam des QuartierInfo Mett. Nun gibt es bei euch im InfoQuartier Mett wieder den Verkauf von Biogemüse. Wen möchtet ihr damit ansprechen? Wir wollen alle Leute ansprechen, aber insbesondere möchten wir mit dem Projekt ermöglichen, dass jene, welche wenig finanzielle Ressourcen haben, ebenfalls Zugang haben zu qualitativ hochwertigem Bio-Gemüse. Auch möchten wir Familien dazu ermutigen, unbekannte saisonale und regionale Gemüsesorten zu entdecken und so etwas Gutes für die eigene Gesundheit sowie für unseren Planeten zu tun. Ein Ziel ist ausserdem, neue Menschen zu gewinnen und ihnen das QuartierInfo Mett und seine

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Urbanismus

„Die Klimaerwärmung ist kein Schreckgespenst der Zukunft mehr“

„climate justice now“ fordern die Bieler Klimastreikenden energisch und sind wieder einmal lautstark durch die Innenstadt gezogen. Vor dieser Demo im Rahmen eines Internationalen Klimastreiks gab es Ansprachen und Gesänge, und Reden zweier engagierter junger Aktivisten auf dem Zentralplatz. Vision 2035 publiziert diese hier exklusiv. Die Rede von Dimitri Vogt: „Stellen Sie sich vor, Sie lassen Wasser in eine Badewanne einlaufen. Es läuft und läuft, und das Wasser steigt und steigt, und langsam kommt es immer näher und näher an den Rand. Nun befindet es sich schon gefährlich nahe am Überschwappen, an einigen Stellen beginnt es sogar bereits überzulaufen.  Was können Sie tun?  Sie können versuchen mit einem Eimer die Badewanne so schnell wie möglich auszuschöpfen, bevor neues Wasser nachgeflossen ist. Sie können das gleiche natürlich auch mit einem Kaffeelöffel versuchen. Wenn sie sehr flink sind schaffen sie es vielleicht, das Überschwappen ein paar Sekunden hinauszuzögern. Sie können auch einfach abwarten, denn

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Unkategorisiert

Mehr als ein Dach über dem Kopf

Was vor über 100 Jahren mit der industriellen Revolution begann, hat immer noch Bestand und bekommt gar wieder Aufwind: Das Modell der Gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften. Einblick in deren Geschichte, Entwicklung und Zukunftsperspektiven – mit unter anderem ein paar Bieler Perlen – aus Anlass des 101 Jahre Jubiläums der Wohnbaugenossenschaften Bern Solothurn. Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften sind in der Schweiz sozialpolitisch wichtige, aber insgesamt schwach vertretene Wohnungsanbieter. Ungefähr 5% aller Schweizer Wohnungen sind im Besitz von gemeinnützigen Bauträgern. Höhere Anteile finden sich in den Städten z.B. Biel (14%), Thun (11%), Bern (10%) oder – am höchsten – in Zürich (23%). Wohnbaugenossenschaften stellen den Dritten Weg zwischen Miete und Eigentum dar. Das heisst, als Mitglied einer Genossenschaft ist man aufgrund des eingebrachten Eigenkapitals sowohl Mitbesitzer*in der eigenen Siedlung und trägt Verantwortung fürs Ganze, als zugleich Mieter*in und wohnt damit in einer Wohnung. Zentral im Zusammenhang mit der Diskussion um Wohnbaugenossenschaft ist der Begriff «gemeinnützig». Gemeinnützigkeit bei

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Mobilität Ernährung

Regio-Challenge: „Jetzt sind wir süchtig nach Öpfuringli“

Fiona Link hat einen inspirierenden Selbstversuch gewagt: Einen Monat lang nur mit Nahrungsmitteln aus einem Umkreis von 30 Kilometern leben. Im Interview erzählt sie von den Hürden und Freuden dieser Regio-Challenge – einer Vertiefungsarbeit am Berufsbildungszentrum Biel, die das Einkaufsverhalten von ihr und ihrem Partner grundlegend und nachhaltig verändert hat. Einen Monat lang „Regio-Challenge“ im letzten Herbst. Was ist dir in besonderer Erinnerung geblieben?   Das grösste Aha-Erlebnis war die Feststellung, dass mein Lieblingszuckerbäcker in Bern meinen Lieblingskuchen aus rein regionalen Zutaten herstellt. Das hat mich sehr gefreut. Er propagiert es nicht gross, er macht es einfach. Ganz allgemein hat sich mir im Verlauf der Regio-Challenge in Gesprächen mit ProduzentInnen gezeigt: die Ausrichtung auf Produkte aus der Nähe ist vielerorts schon ganz normal… …wird aber kaum hervorgehoben, wenn ich richtig verstehe.  Ja, es müsste viel mehr betont werden. Dann würden noch andere Leute darauf aufmerksam werden. Aber man will halt, so

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Bieler Perlen Urbanismus

«Wir wollen voneinander lernen!»

Mit Respekt, Transparenz und kollektiver Intelligenz zu einem neuen Wir-Gefühl und lebendigen Freiräumen: Dafür steht das Kollektiv ensembleSTARK ein und bereitet einer zweijährigen Zwischennutzung des ehemaligen X-Projects an der Aarbergstrasse 72 den Boden. Wir Menschen brauchen Räume. Wir haben ein Bedürfnis nach Raum für spontane Begegnungen und Austausch. Raum ohne Konsumzwang oder Diskriminierung. Raum für Bewegung, Kreativität und Utopien. Raum zum Leben, diskutieren, streiten und spielen. Und Menschen brauchen Orte, die sie sich aneignen, mit welchen sie sich identifizieren und an denen sie ihre Spuren hinterlassen können.  Wie in vielen anderen Städten sind solche Räume auch in Biel sehr gefragt und mitunter schwer zu finden. Nicht selten gibt es lange Wartelisten bei der Suche nach einem geeigneten Raum, sofern Mensch es sich überhaupt leisten kann. Mit dem Kollektiv ensembleSTARK ist eine basisdemokratische Bewegung entstanden, welche sich in der Stadt Biel für eine aktive Vernetzung und ebensolche Freiräume stark macht. Das

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Urbanismus

Nimm die Autos weg und es lebt wieder

Emmanuelle Houlmann und Roman Tschachtli haben zusammen mit ihren Töchtern Leola und Nena ein einzigartiges Kinder-Buch mit kraftvoller Message geschaffen. «blume de bitume» zeigt traumhafte grossformatige Bilder, auf denen die Bieler Kanalgasse zu neuem Leben erwacht. Denn die Autos sind auf einmal weg… Es war vor einem Jahr, im März 2020, als sich Emmanuelle Houlmann und Roman Tschachtli ins Atelier der Officina Helvetica begaben, um ihr Projekt endlich auf Papier zu bringen. Die Geschichte war geschrieben, der Druck der ersten beiden Bilder geplant, das Linoelum geschnitzt, da kam der Lockdown. Und die leergefegte Kanalgasse, wie sie auf Bild zwei von «blume de bitume» als kindlich imaginärer Zauber vorkommen sollte, war plötzlich ganz real. Verrückter Zufall oder Schicksal – auf jeden Fall eine Steilvorlage, Corona kurzerhand in die Geschichte einzuflechten. Das Virus als Gassenfeger, als wäre das von Anfang die Idee gewesen. Ein Pflänzchen bricht Festgefahrenes auf Der Unterschied von Realität

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Bieler Perlen Ernährung Transition

Bieler Saatgutbörse – neu mit 5 Kisten an 5 Orten

Corona zum Trotz: die Bieler Saatgutbörse findet auch 2021 statt – erstmals aber nicht als Anlass, sondern in Form von Saatgut-Tauschkisten an 5 verschiedenen Standorten. Diese sind vom 26. Februar bis 26. März zu den jeweiligen Öffnungszeiten für alle Interessierten und Tauschfreudigen zugänglich. Mit dabei nebst 3 Epicerien auch der ORT und das InfoQuartier in Mett.  In den letzten Jahren jeweils ein gut besuchter Event mit bis zu 200 Besucherinnen und Besuchern, bekommt die Bieler Saatgutbörse coronabedingt in diesem Frühjahr eine neue Form und Dynamik. „Dezentral, regional, ganz real“, lautet das Motto heuer. Das ehrenamtlich agierende OK hat die Börse auf 5 Standorte verteilt und auf einen Monat ausgeweitet. Mit dabei sind der ORT (Marktgasse 34, Biel), das InfoQuartier Mett (Poststrasse 41, Biel), die Epicerie 79a (Schützengasse 79a, Biel), die Epicerie Macolin (Hauptstrasse 226, Magglingen) und Le Magasin (Route d’Evilard 2, Orvin). Während der Zeit vom 26. Februar bis 26. März

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Unkategorisiert

«Da passiert etwas Wichtiges»

«Plus chaud que le climat» ist ein berührender Dokfilm über die Klimajugend – und eine durch und durch lokale Produktion. Zwei Bieler haben ihn realisiert, fünf Bieler Jugendliche sind in den Hauptrollen. Am Festival du Film Français d’Hélvétie feierte der als Fernsehfilm konzipierte Streifen vor vollen Rängen Premiere und erntete am Ende gar partielle Standing Ovations. Ein Gespräch mit Co-Regisseur Adrien Bordone. Wie fühlt es sich an, jetzt da der Film fertig ist und du und Co-Regisseur Bastien Bösiger ihn ein erstes Mal zeigen konntet? Das Interesse der Leute am Film freut mich sehr. Es macht Lust, ihn noch an vielen weiteren Orten zu zeigen und vor allem auch die Diskussion, die Reflektion und die Debatte über das, was er zeigt, anzuregen. Die Frage ist doch: wie machen wir in der Realität weiter? Das ist, was mich umtreibt und was wir mit dem Film auslösen wollten. Bis wohin bin ich

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Mobilität Urbanismus

Wie kann Biel zur Velostadt werden?

Der 21-jährige Bieler Sofian Waeber hat eine Maturarbeit darüber geschrieben, wie Biel zu einer richtigen Velostadt werden kann. Wir dürfen hier seine praktische Arbeit publizieren, in der er detailreich eine Veloroute durch Biel herausarbeitet. Strasse für Strasse zeigt er zuerst die Schwierigkeiten für VelofahrerInnen in der bestehenden Form auf und entwirft dann ein Konzept für eine velofreundliche Verkehrsführung auf dem betreffenden Teilstück. Mit akkuraten Hand-Zeichnungen aufgrund eigener Messungen verdeutlicht der Autor seine Vorschläge, inspiriert von in Kopenhagen gesehenen Lösungen.  Wahl der Route Die Wahl der Route fiel auf die Strecke zwischen der Gurzelen Post und dem Bahnhof Biel. Folgende Faktoren führten zu dieser Wahl: Die Strecke liegt geographisch zentral in der Stadt und verläuft parallel zur Jurakette. In Ost-West-Richtung verbindet sie das Stadtzentrum um den Bahnhof mit dem vielfältigen Quartier um das alte Gurzelenstadion. Mit der Omega als Industriestandort und dem BBZ Biel als Schule hat das Gurzelenquartier grosses Potenzial für

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Bieler Perlen Transition

„Ich bringe auf jeden Fall Leben ins Haus“

Der ORT hinter dem Neumarkt-Migros wird noch von sich Reden machen. Denn Christine Walser, die ihn soeben initiiert hat, will hier viele Leute zusammenbringen, Themen lancieren, Projekte vernetzen. Sie selbst sieht sich als fleissige Biene und Vernetzerin. Vision 2035 hat sie zum Gespräch getroffen.  Guten Morgen. Es ist kurz nach 8 Uhr. In deinem bisherigen Berufsleben in der Schule würde jetzt der Unterricht beginnen. Was ist das für ein Gefühl, stattdessen hier in den Räumen deines eigenen Projekts zu sein?   Es fühlt sich gut an und vor allem ganz frei. Ich kann mir den Tag selbst einteilen. Normalerweise bin ich erst so ab 9 Uhr hier, nehme es gemütlich am Morgen und arbeite dafür am Abend länger. Es gibt aber auch Ähnlichkeiten mit dem Job als Lehrperson im Zyklus eins. Auch hier gestalte ich und Menschen kommen. Sobald ich im Parterre bin und man mich durchs Schaufenster sieht, geht

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