Brennpunkte Urbanismus

„Stopp 5G in der Schweiz“ – und in Biel!

Das 5G-Mobilfunknetz soll nun auch in Biel Realität werden. Die Mobilfunkunternehmen, insbesondere Swisscom und Sunrise, versuchen gerade mit Hochdruck, die ersten 5G-Antennen in Betrieb zu nehmen, bevor der Widerstand gegen die neue Technologie weiter wächst.

Pünktlich zu den Sommerferien sind fünf Baugesuche im Amtlichen Anzeiger Biel erschienen (03.07.19 + 10.07.19 + 17.07.19). Nr. 24‘381 kündet vom Umbau der Swisscom-Anlage an der Zihlstrasse 27, Nr. 24‘394 von der Systemerneuerung der Sunrise-Antennen an der Juravorstadt 44 und Nr. 24‘414 von der Systemerneuerung und neu Installation der Sunrise-Antennen an der Brüggstrasse 64-68. Nr. 24‘413 und Nr. 24.425 vom Austausch und der Ergänzung von Antennen an der Aegertenstrasse 22 bzw. an der Mühlestrasse 57a.

Das ist nur der Auftakt, denn die neue Technologie wird alle paar hundert Meter eine Antenne erforderlich machen. Von den ersten Antennen, gemessen am einspracheberechtigen Radius von ca. 600 Metern sind insbesondere Schulen wie die Schule Mühlefeld, das Oberstufenzentrum Rittermatte, das BBZ, die Steinerschule, die FiBi sowie weitere Schulhäuser und Kindergärten betroffen. Ebenso die Altstadt und diverse Wohnquartiere.

Während die Schweizweite Petition „Stoppt 5G in der Schweiz“ noch bis Anfang Oktober Stimmen sammelt und sich gegen den generellen Einsatz von 5G, sowie für die Informationspflicht betreffend HF-Strahlung, für Nutzungseinschränkungen für WLAN und Mobiltelefonie oder für das Verbot von Fällung gesunder Bäume zur Optimierung des 5G Empfangs einsetzt, gibt es Widerstand auf lokaler und kantonaler Ebene. In Genf und Bern, im Kanton Wandt und Jura ist ein Moratorium beschlossen oder in Verhandlung. Es müssen also Studien von unabhängiger Seite vorgelegt werden, die die Unbedenklichkeit zeigen. Das neueste Rechtsgutachten der Aargauer Kanzlei Pfisterer Fretz zeigt jedoch wieder einmal die Gefährdung des Gesundheitsschutzes auf, da mit der neuen Technologie die Grenzwerte regelmässig stark überschritten werden.

Bevor wir es uns in der Hängematte, am See oder beim Plausch im Garten gemütlich machen, noch eine Unterschrift eingeben (siehe Infokasten unten) und der Stadt Biel zum Schutz des Lebens einen Brief senden. Ahoi!

Wem das nicht genügt, sollte sich überlegen, eine Einsprache zu machen…

Einsprache machen; ganz konkret:

Eine juristische Einsprache zu machen ist kompliziert und aufwändig? Nein, überhaupt nicht! Wir helfen dabei mit dieser Anleitung: Einsprache_Antennen in Biel 2019_Anleitung

Und hier finden sich vorbereitete Kurz-Einsprachen für die aktuell hängigen Baugesuche:

Einsprache Kurz_Aegertenstr 22_Baugesuch Nr 24413

Einsprache Kurz_Brüggstrasse 64-68_Baugesuch Nr 24414

Einsprache Kurz_Juravorstadt 44_Baugesuch Nr 24394

Einsprache Kurz_Mühlestr 57a_Baugesuch Nr 24425

Einsprache Kurz_Zihlstrasse 27_Baugesuch Nr 24381

Einfach die Datei runterladen, gemäss Anleitung (oben) ausfüllen und abschicken. Einfacher geht’s nicht mehr.

Sammeleinsprachen:

Es können auch mehrere Menschen zusammen Einsprache machen (z.B. das ganze Haus…); dazu kann man eine „Sammeleinsprache“ machen, siehe Anleitung (oben). Hier sind die dazu benötigten, schon vorbereiteten Dokumente:

F+D_Sammeleinsprache_Aegertenstrasse_Baugesuch 24413 F+D_Sammeleinsprache_Brüggstrasse_Baugesuch 24414 F+D_Sammeleinsprache_Juravorstadt_Baugesuch 24394 F+D_Sammeleinsprache_Mühlestrasse_Baugesuch 24425 F+D_Sammeleinsprache_Zihlstrasse_Baugesuch 24381

Achtung: Unbedingt Einsprachefristen beachten!

Weitere Infos:

Schweizweite Petition: 

Stoppt 5G in der Schweiz!

Pétition contre la 5G et ses dangers en Suisse

Schweizweites Moratorium:

5G-Moratorium 

Verein „Schutz vor Strahlung“

Medienmitteilung zum Rechtsgutachten betreffend 5G

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